Dr. Marília Jöhnk

Surrealismus in Lateinamerika [Vortrag]

Surrealismus in Lateinamerika

Einladung zur virtuellen Tagung Exploring the Surrealist Pluriverse in Latin America // Explorando el pluriverso surrealista en América Latina

Im Rahmen der virtuellen Tagung Exploring the Surrealist Pluriverse in Latin America / Explorando el pluriverso surrealista en América Latina halte ich einen Vortrag über die biografischen und literarischen Konvergenzen zwischen Henri Michaux und Alfredo Gangotena. Die internationale Konferenz wird von Andrea Gremels (Goethe-Universität Frankfurt) und Susanne Klengel (LAI FU Berlin) organisiert und untersucht ausgehend vom Begriff des ‚pluriverso‘ den Surrealismus in Lateinamerika.

Im Jahre 1923 begegneten sich Alfredo Gangotena und Henri Michaux zum ersten Mal in der Pariser Wohnung von Jules Supervielle. Zwischen den beiden entwickelte sich eine intensive intellektuelle Freundschaft, die dazu führte, dass Michaux von der Familie Gangotena nach Ecuador eingeladen wurde. In meinem Vortrag wende ich mich den Traumlandschaften Ecuadors zu, die Gangotena und Michaux im Dialog zum Surrealismus in ihren Texten erschaffen. Der Begriff der Landschaft rekurriert nicht nur auf die Darstellung des Landes in Henri Michaux‘ Reisetagebuch Ecuador, sondern auch auf ein Gemälde, das der belgisch-französische Schriftsteller und Maler von den Anden erschuf und im Nachklang seiner Reise im Jahre 1946 unter dem Titel La Cordillera de los Andes veröffentlichte.

Nicht nur Ecuador steht im Fokus meiner Lektüren, sondern auch die Dichtung von Alfredo Gangotena. Diese wird nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der ecuadorianische Schriftsteller den Großteil seines Werkes auf Französisch verfasste in der lateinamerikanischen Literaturwissenschaft kaum wahrgenommen. In meinem Vortrag untersuche ich den künstlerischen Dialog zwischen Michaux und Gangotena unter Berücksichtigung ihrer Rezeption des Surrealismus. Im Fokus meiner Lektüren stehen das Reisetagebuch Ecuador und das Gedicht Boisson Trouble, das Gangotena im Jahre 1928 im Gedichtzyklus Orogénie veröffentlichte.

Die Konferenz findet vom siebten bis neunten Dezember virtuell statt via Cisco WebEx, Interessierte können sich unter n.eduardo@fu-berlin.de anmelden.

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