Übersetzen in Theorie und Praxis
In meiner Monografie zu Geschlecht und Mehrsprachigkeit in der Aufklärung nimmt das Übersetzen einen privilegierten Raum ein als eine Kulturpraxis, die von vielen Frauen im 18. Jahrhundert genutzt wird, um Zugang zum literarischen Markt zu erhalten. Darüber hinaus interessiert mich die Kulturtechnik des Übersetzens jedoch auch in anderen thematischen und historischen Zusammenhängen, etwa:
– Madame de Staël als Übersetzerin: Aufsatz zu mehrsprachigen Schreibverfahren von Frauen im 19. Jahrhundert, hier enthalten: Analyse von Madame de Staëls Übersetzung von Johann Wolfgang Goethes Ballade Der Fischer
– Handbuchartikel zur Bedeutung von Familie/Ehe für die Übersetzunsgkulturen der Frühen Neuzeit
– Übersetzungstheorie aus Brasilien: Bedeutung des Übersetzens im Kontext des Werkes von Haroldo de Campos (1929-2003), siehe hierzu Artikel in Zeitschrift arcadia
– Sammelband Beyond the Original. Translation as Experiment: In diesem Sammelband ist neben einer umfassenden Einleitung in das Thema des experimentellenÜbersetzens ein Artikel von mir erschienen zur Übersetzung der Fleurs du Mal bei der experimentellen portugieisschen Autorin und Kritikerin Maria Gabriela Llansol)
– Dossier auf Französisch zur Übersetzung von Wissen in historischer Perspektive Convergence, dispersion, confusion. Traduire le savoir aux 17e et 18e siècles
– aktuell in Arbeit: Aufsatz zu den republikanischen Übersetzerinnen im Exil
Publikationen
– Aufsatz zu einer Goethe-Übersetzung bei Madame de Staël und dem Konnex zwischen Geschlecht und mehrsprachigen Schreibverfahren
– Aufsatz zu Haroldo de Campos Übersetzung eines Gedichtes von Christian Morgenstern, das zuvor schon von Anatol Rosenfeld diskutiert worden war
– Sammelband zu Experimenten des Übersetzens und experimentellen Übersetzer*innen
– Dossier auf Französisch zu Konfusion, Verwirrung und Zerstreuung als Paradigmen des Übersetzens im 17. und 18. Jahrhundert
– Handbuchartikel Instutionen des Übersetzens: Ehe und Familie