Mehrsprachigkeit in der spanischen Literatur

Mehrsprachigkeit in der Literatur vom Siglo de Oro bis zur Gegenwart

Das Geschlecht der Sprache(n)

Beschreibung

Schon die Anfänge der spanischen Literaturgeschichte zeugen vom engen Austausch mit dem Arabischen und Hebräischen; mit der Kolonisation bilden sich in Lateinamerika spanischsprachige Literaturtraditionen heraus, die nur im Kontakt mit den indigenen Sprachen verstanden werden können. In der klassischen Moderne ist es vor allem das Französische, das die lateinamerikanischen Avantgarden anzieht und sich in die Literatursprache des Kontinents einschreibt.

Ziel des Seminars wird es sein, die Literaturgeschichte Spaniens und Lateinamerikas anhand ausgewählter Beispiele verschiedener Epochen jenseits des Paradigmas der Einsprachigkeit zu verstehen. Konkret beschäftigen wir uns mit galicischer Lyrik (Rosalía de Castro), mit literarischen Mischsprachen, die sich im Dreiländereck Paraguay, Argentinien und Brasilien zwischen dem Spanischen, Portugiesischen und Guaraní herausbilden und mit vielsprachigen spanisch-jüdischen Literaturtraditionen vom Siglo de Oro bis zur Gegenwart.

Kenntnisse von Sprachen jenseits des Spanischen sind nicht erforderlich.

Seminarzeit

wöchentlich, donnerstags 14-16 Uhr

Anmeldung

Bitte im Stud.IP der MLU Halle anmelden.